Beckenbodenrehabilitation
Die physiotherapeutische Beckenbodenrehabilitation behandelt Beckenbodenschwäche und deren Folgen wie Inkontinenz oder Senkungsbeschwerden. Nach gründlicher Diagnostik der Muskelkraft und Koordination erfolgt eine individuell angepasste Behandlung.
Behandlungsmethoden
Beckenbodentraining: Gezieltes Training zur bewussten Wahrnehmung und Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur. Übungen werden schrittweise von einfachen Anspannungen bis zu komplexen Alltagsbewegungen aufgebaut.
Biofeedback-Therapie: Sichtbarmachung der Muskelaktivität durch visuelles oder akustisches Feedback zur Verbesserung der Wahrnehmung und korrekten Übungsausführung.
Elektrostimulation: Unterstützende Anwendung bei sehr schwacher Muskulatur durch elektrische Impulse zur Muskelaktivierung.
Atemtherapie: Koordination von Atmung und Beckenbodenaktivität für optimale Muskelkontrolle.
Behandlungsverlauf
Die Therapie erfolgt in vier Phasen: Wahrnehmung der Muskelaktivierung, Kräftigungsaufbau, Integration in Alltagsbewegungen und langfristige Stabilisierung der Erfolge.
Erfolg und Nachsorge
70-80% der Patientinnen erfahren bei konsequenter Durchführung deutliche Verbesserungen. Der langfristige Erfolg hängt von der eigenständigen Fortsetzung der Übungen zu Hause ab. Die moderne Physiotherapie betrachtet den Beckenboden ganzheitlich und bezieht die gesamte Rumpfmuskulatur in die Behandlung ein.